Ausländische Arten des Sanierens

Das türkische „Hamam“

Das Hamam ist die türkische Art des Saunierens und ist in unseren Breitengraden unter der Bezeichnung „türkisches Dampfbad“ bekannt. Vertreten ist das Hamam sowohl in unseren Breitengraden als auch in vielen arabischen Regionen.

Der Ursprung basiert auf die antiken griechischen Thermen, welche sich damals in großen, öffentlichen Badehäusern befanden. Das Haman ist ein sehr zeitaufwändiges Ritual, ähnlich wie bei der russischen „Banja“. Das eigentliche Dampfbad fällt deutlich größer aus als die hier bei uns bekannte „Finnische Sauna“. Die Wände und Böden sind mit Ornamenten und orientalischen Mustern aufwendig und kunstvoll, meistens von Hand verziert. An den Wänden befinden sich Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser, mit dem man sich entweder selbst regelmäßig übergießt, oder man lässt sich von einem Bademeister oder Masseur waschen. Diese werden als eine Art Mini-Aufguss verwendet und erhöhen die schon sehr hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Die Temperatur ist ähnlich wie bei uns sehr hoch. Der Gang ins Hamam ist daher nicht für Saunaanfänger, Kinder, Senioren oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden geeignet.

Es herrscht beim klassischen Hamam eine strenge Geschlechtstrennung. Allerdings gibt es inzwischen viele moderne Thermen, die sowohl von Männern als auch von Frauen gleichzeitig besucht werden kann. Trotzdem ist es Pflicht, dass von beiden Geschlechtern ein Saunatuch um die Lenden getragen werden muss. Anders ist dies bei der europäischen finnischen Sauna, hier hat jeder Besucher die freie Wahl, ob er/sie mit oder ohne Saunatuch sauniert.

Traditionell gibt es in jedem Hamam einen oder mehrere Bade- beziehungsweise Saunameister, die besondere Dienstleistungen wie Massagen oder Peelings anbieten. Die Massagen erfolgen meist im Liegen auf einem beheizten, gefliesten Podest mit einem groben Massage-Handschuh. Man findet im Hamam auch häufig den Service der gesamten Körperpflege, wie auch die Rasur mit einem Rasiermesser, ähnlich der in einem traditionellen Barbier außerhalb des Hamams.

Russische Sauna „Banja“

In Russland wird die Banja traditionell mit einem Holzofen geheizt. Die Temperaturen sind meist zwischen 80 und 100°C, ähnlich wie bei der finnischen Sauna. Es werden regelmäßig Aufgüsse mit sehr viel Wasser auf die heißen Steine des Saunaofens gegeben, damit eine hohe Luftfeuchtigkeit erzeugt werden kann.

 

Die Banja wird auch aus Holz gebaut, manchmal jedoch mit einem ersten Stock im Inneren der Banja. Die Banja besteht im Idealfall aus drei Räumen: Einem Schwitz-/Dampfraum, einem Waschraum und einem Erholungsraum.

Man kann sich im Waschraum mit kaltem und warmem Wasser abspülen, welches dann über die Bodendielen abläuft. Das in den Kübeln bereit gestellte kalte Wasser kann man, wenn man möchte, mit heißem Wasser vermischen, um es aufzuwärmen. Dies geschieht über den Ofen, der das Wasser in einem Kessel erhitzt.

Der Erholungsbereich fällt gelegentlich auch mit dem Waschraum zusammen. Typische Ausstattung ist hier ein einfacher Tisch mit Stühlen. Hier kann man zwischen den Saunagängen pausieren und einen Tee oder ein Bier genießen

Das Quästen ist nicht nur in der finnischen Sauna, sondern auch in der Banja üblich. Dort wird der Körper mit eingeweichten Birkenzweigen abgeschlagen, was eine angehnehme Erfrischung ist, sowie den Blutkreislauf angeregt. Noch dazu entsteht ein angenehmer Birkengeruch. Das mit den Birkenzweigen eingeweichte Wasser wird dann zu einem angenehm riechenden Aufguss verwendet.

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