Der Garten- und Außensauna Ratgeber

Ihre eigene Gartensauna

Der folgende Artikel soll Ihnen als Ratgeber dienen und alle potenziellen Fragen zum Thema Outdoor-Sauna beantworten, damit Sie beurteilen können, wieviel Sinn die Anschaffung einer privaten Sauna für Ihren Garten macht, welches Modell am besten zu Ihren Bedürfnissen passt und welche Vorkehrungen bzw. Kosten damit verbunden sind.

Warum lieber Outdoor- anstatt einer Indoor-Sauna?

Die gesundheitlichen Vorteile des Saunierens sind vielen bekannt, doch welche Gründe sprechen für den Garten als Standort für die Sauna?

  • Der Platz im Haus ist stark begrenzt, z.B kein Keller im Gebäude
  • Es findet sich kein geeigneter Raum mit genug Belüftung
  • Ein hochwertiges Saunahaus/-fass wertet den Garten optisch auf
  • Eine 2 in 1 Gartenhaus/Sauna Kombi (Multifunktionshaus) bietet weitere Nutzungsmöglichkeiten
  • Die Saunakabine im Saunahaus bietet einfach mehr Platz als Heimsaunen
  • Sie haben einen eigenen Wellness- und Spa-Bereich in Ihrem Garten

Wenn diese 6 Punkte Sie bereits überzeugt haben müssen Sie unbedingt noch einiges vor dem Kauf der eigenen Gartensauna beachten.

Die wichtigsten Gesetze vor der Anschaffung

Ab einer bestimmten Größe ist für ein Saunahaus eine Baugenehmigung erforderlich. Die Größe variiert jedoch von Bundesland zu Bundesland, deshalb sollten sie vorher eine örtliche Bauaufsichtsbehörde kontaktieren, um die Genehmigung zu kriegen falls diese benötigt wird. Als Richtwert: alles was über 15m³ ist, benötigt i.d.R. eine Baugenehmigung. Das Angebot von kleinen Saunahäusern ist enorm. Weiterhin muss das Haus einen Mindestabstand von 3m zum Grundstück des Nachbarn haben. In manchen Bundesländern auch mehr als 3m, fragen sie deshalb nochmal bei der Bauaufsichtsbehörde nach. Es ist sehr wichtig das Sie vorab die wichtigsten Baukriterien erfüllen um nicht nach dem Bau überrascht zu werden.

Für alle Produkte über 15m³ erhalten Sie von uns eine Systemstatik und die entsprechenden zusätzlichen Unterlagen für einen Bauantrag.

Anforderung der Bauunterlagen unter:

Tel.: 0531 – 129 319 33

Fax: 0531 – 129 319 10
www.sauna-profi.de

Sollten Sie statt des Elektroofens einen klassischen Feuerofen benutzen wollen dann empfiehlt es sich, vorher mit dem Bezirksschornsteinfeger zu sprechen, da bei Feueröfen viele Richtlinien eingehalten und geprüft werden müssen. Außerdem brauchen Sie ein ebenes Fundament aus vorzugsweise hitzefesten Natursteinplatten. Vergessen Sie dabei nicht, etwas Platz um das Haus herum für Dusche, Stühle, Liegen etc. zu lassen. Für den Elektroofen benötigen Sie einen Starkstromanschluss, der nur vom Elektriker/Experten verlegt werden sollte. Bei den Kabeln ist eine dicke Silikonummantelung wichtig, um hohen Temperaturen stand zuhalten.

Standort und Fundament

Wenn Sie die oben genannten Kriterien erfüllt haben kann es nun losgehen Ihren Standort und das Fundament vorzubereiten. Bei der Wahl des Standortes macht ein schwer von außen einsehbarer Platz Sinn. Gibt es diesen nicht in Ihrem Garten, so lässt sich mit einem Sichtschutz genügend Privatsphäre schaffen.

Bodenplatte oder Plattenfundament

Bodenplatte für Ihr Saunahaus:

Heben Sie die Erdfläche etwa 25cm tief aus. Achten Sie darauf, dass die ausgehobene Stelle auf allen Seiten einen 10cm breiteren Umfang besitzt als die Standfläche des Saunahauses.

  • Verteilen Sie auf der Stelle eine 10cm dicke Schicht Kies und eine etwas dünnere Sandschicht, anschließend mit einer Wasserwaage begradigen.
  • Nun können Sie die Platten verlegen. Für die genaue Ausrichtung empfiehlt sich dabei ebenfalls die Verwendung einer Wasserwaage.
  • Die Fugen sorgfältig mit Sand befüllen. Kontrollieren Sie die Ebenmäßigkeit zuvor auch mit der Wasserwaage.

Für größere Saunahäuser ist eine Bodenplatte nicht mehr ausreichend – hier benötigen Sie ein frostsicheres Betonfundament, das für einen stabilen Halt sorgt sowie die Gartensauna vor Bodennässe und Kälte schützt. Hierbei ist das Plattenfundament eine klassische Variante.

Plattenfundament für Ihr Saunahaus:

Diese Art von Fundament ist die am häufigsten verwendete Variante, da sie sehr leicht selbst herzustellen ist. Vor allem für Baugrund mit geringer Standfestigkeit bietet sich die Fundamentplatte an, da hier die Last des Saunahauses auf eine maximal große Fläche verteilt wird.

Der einzige Nachteil: Eventuell fallen bei dieser Fundamentvariante höhere Materialkosten an, da viel Beton eingesetzt wird. Zudem kann es bei schwer zugänglichen Gärten zu Transportschwierigkeiten des Betons kommen. Das Plattenfundament verteilt die Last auf eine maximal große Fläche.

Plattenfundament

  • Heben Sie zunächst eine Grube von circa 30 bis 35 cm Tiefe aus. Diese sollte einen 10cm breiteren Umfang haben als die Grundfläche des Saunahauses.
  • Verschalen Sie anschließend den Rand der ausgehobenen Grube mit stabilen Brettern. Verwenden Sie robuste Bretter, da der schwere Beton einen hohen Druck auf die Holzverschalung ausüben wird. Im schlimmsten Fall brechen sonst die Bretter und der Beton läuft in Richtung Rasen aus.
  • Füllen Sie nun die Grube mit einer circa 15cm dicken Kiesschicht auf und verdichten Sie diese mit einer Rüttelplatte.
  • Um den Beton später vor Frostschäden und aufsteigender Bodennässe zu schützen, bedecken Sie die Kiesfläche mit einer Folie aus Polyethylen (PE-Folie).
  • Verteilen Sie schließlich sorgfältig den Beton auf der Fläche und ziehen Sie dabei eine Stahlmatte zwischen zwei Betonschichten ein. Diese stabilisiert die Betonmasse und darf auf keinen Fall über die Ränder der Platte hinausgehen.
  • Ziehen Sie als letzten Schritt mit einem Abzieher die Oberfläche aus Beton gerade und glatt.

Nun die Qual der Wahl – welches Saunahaus ist das Richtige?

Bei der Auswahl der Gartensauna sollten Sie mit 1-1.5m² Grundfläche pro Saunagänger rechnen. Darunter könnte es eng werden. Am wenigsten Platz benötigt das „Saunafass“ welches circa 2m² Grundfläche hat und liegend von zwei Personen gleichzeitig genutzt werden kann. Damit ist es am besten für kleinere Gärten geeignet. Wenn jedoch genug Platz vorhanden ist haben Sie eine weitaus größere Auswahl und können sich auch für eine Variante mit Vorraum entscheiden. Der Vorraum ist ideal zum Umkleiden geeignet und wird durch die Wärme der Sauna selbst im Winter kuschlig warm.

Die Dicke der Wände sollte mindestens 40mm betragen, besser sind jedoch 50 oder 70mm, da diese für eine bessere Isolation sorgen. Die folgenden Hölzer kommen für die Sauna in Frage:

  • Nordische Fichte – Eignet sich vor allem für die Innenverkleidung, sie ist feinporig, robust und hat eine schöne Struktur. Außerdem verbreitet sie den typisch würzigen Saunaduft und ist relativ günstig.
  • Abachi Holz – Ist sehr hell. Es wird vor allem für Saunaliegen, Bänke und Türen benutzt weil es splitterfrei ist und Wärme nur schlecht aufnimmt.
  • Rotes Zederholz – Hat einen aromatischen Duft von Zedern Öl und eignet sich besonders als Material für die Sauna, da es sehr gut isoliert.
  • Hemlock Tanne – Diese Tanne ist sehr leicht, weich und sondert kein Harz ab, was sie zu einem guten Saunaholz macht
  • Europäische Tanne – Hat ein sehr schönes Muster, welches der Sauna eine warme und sinnliche Atmosphäre gibt. Außerdem harzt sie nicht und ist deshalb ein gutes Saunaholz.
  • Espe/Aspe/Zitter-Pappel – Die Espe ist besonders wegen ihrer Stabilität und ihres hellen Aussehens für den Saunabau geeignet.
  • Thermoholz – Hat eine dunkle Färbung und ist harzfrei. Am Anfang riecht es unangenehm rauchig, doch der Geruch verfliegt sehr schnell.

Unabhängig davon, für welche Sorte Sie sich entscheiden, muss das Holz natürlich behandelt werden, um es vor Wettereinflüssen zu schützen und somit eine lange Lebensdauer zu garantieren. Die Firma Karibu hat dafür extra das „Farbsystem“ entwickelt, das ihnen viel Zeit und Geld sparen kann.

Farbsystem:

Zur Langzeitnutzung Ihres Holzes liefert KARIBU mit der farbigen Versieglung, den Schutz des hochwertigen Rohstoffes. Dafür wurde das industrielle und hochtechnisierte KARIBU FARBSYSTEM entwickelt, das Ihnen sowohl viel Geld, als auch Zeit spart und dabei das Holz noch über Jahre hinweg schützt.

Die verwendeten KARIBU Farben sind umweltfreundlich, weil sie lösemittelfrei, geruchlos und frei von allen bekannten problematischen Substanzen sind. Sie werden laufend von unabhängigen Instituten geprüft.

Zusätzlich wird durch den Farbauftrag und die UV-Trocknung für nachhaltigen Feuchtigkeitsschutz gesorgt. Dieser Schutz vor Witterung, Schädlingen und mechanischer Beschädigung ist nur zu erzielen, wenn er vor der Montage der Elemente geschieht. Nachträglich behandeltes Holz weist bei Klimaschwankungen schnell den bekannten Nadelstreifeneffekt auf. Hierbei werden durch das „Arbeiten“ des Holzes ungeschützte Bereiche sichtbar. Diese sind der Witterung sowie Schädlingen ausgesetzt. Geschützte Elemente dagegen sind wasserabweisend, maximal UV-geschützt, offenporig, feuchtigkeitsregulierend und lichtecht. Sie überzeugen zudem durch besonders gleichmäßige Oberflächen. Die Wertigkeit jedes einzelnen Profils und damit des kompletten Holzproduktes wird durch das KARIBU Farbsystem erhalten.

ohne Karibu Farbsystem mit Karibu Farbsystem
Im ca. 1. Jahr Grundanstrich
Bläuesperrgrund
Endanstrich
ca. 16 Stunden Arbeit
ca. 180,- € Material
…sich erfreuen
Im ca. 3. + 4. Jahr reinigen
schleifen
streichen
ca. 10 Stunden Arbeit
ca. 130,- € Material
…geniessen
Im ca. 6. + 7. Jahr reinigen
schleifen
streichen
ca. 10 Stunden Arbeit
ca. 130,- € Material
…grillen
Im ca. 10. Jahr reinigen
schleifen
streichen
ca. 10 Stunden Arbeit
ca. 130,- € Material
…spass haben!
Nach ca. 10 Jahren Das Resultat nach 10 Jahren:
ca. 46 Stunden Arbeit
und ca. 570,-€ Materialkosten
Das Resultat nach 10 Jahren:
Keine Arbeit / Nur ca. 300,- €
Einmalige Investition im 1. Jahr

Welches Zubehör ist Notwendig?

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Tür zur Sauna versperrt wird oder klemmt sollten Sie einen Nothammer in der Sauna haben. Ein Becken oder eine Dusche für die Abkühlung nach dem Saunagang ist ebenso Pflicht. Darüber hinaus können sie das Ambiente mit einer Licht- und/oder Musikanlage verschönern. Für Abwechslung bei den Saunagängen gibt es eine große Auswahl an Düften, die Sie dem Aufguss hinzufügen können.

Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß bei der Planung und Vorbereitung, sollten Sie Fragen haben melden Sie sich einfach telefonisch unter 0531 129 319 32.

1 Comment

  • Knut
    2. August 2017 14:53

    WOW! Was für ein toller Text. All meine Fragen hinsichtlich des Baus einer Gartensauna wurden mehr als zufriedenstellend beantwortet. Der Autor dieser Artikel ist ein wahres Genie.

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