Internet im Gartenhaus: So bekommen Sie WLAN im Garten!

Ob für´s private Entertainment oder für den Job. Internet wird in Zukunft immer wichtiger!

Wie kommt das Internet in das Gartenhaus?

In der heutigen Zeit ist es längst selbstverständlich geworden, überall im Wohnhaus WLAN nutzen zu können. Doch wie sieht es eigentlich mit Outdoor-Internet aus? Möchte man auch im Gartenhaus mobil mit Smartphone, Tablet oder Laptop unterwegs sein, genügt das Signal vom WLAN-Router im Haus oft nicht oder ist äußerst schwach. Wir stellen vor, worauf es beim Internet im Gartenhaus ankommt und wie sich das Vorhaben am besten umsetzen lässt.

Outdoor-WLAN im Gartenhaus: Für wen ist das wichtig?

WLAN im Garten ist natürlich ein großer Pluspunkt und sehr bequem – denn so kann man auch im Sommer gemütlich von der Sonnenliege aus im Web surfen, ohne dabei sein Datenvolumen zu belasten. Doch ehe man sich im Garten oder im Gartenhaus Internet einrichtet, sollte man sich darüber Gedanken machen, ob sich das Projekt wirklich rentiert. Lohnenswert ist dies natürlich für jeden, der generell viel Zeit in seinem Gartenhaus bzw. im Garten verbringt. Macht man es sich abends beispielsweise im Gartenhaus gemütlich und möchte die passende Musik dazu streamen oder ein Fußballspiel mit Freunden über das World Wide Web streamen, ist schnelles Internet unerlässlich.

Hat man allerdings einen Datentarif mit unbegrenztem LTE-Volumen bzw. 20 Gigabyte oder mehr, sollte man sich überlegen, ob überhaupt Maßnahmen nötig sind. Denn surft man ohnehin nur mit seinem Handy oder dem Laptop im Internet, kann auch das Internet des Mobilfunkbetreibers genutzt werden – vorausgesetzt, der Empfang ist einwandfrei. Ansonsten könnte es Sinn machen, sich die Frage zu stellen: Wie bekommt man Internet ins Gartenhaus?

Welche Möglichkeiten gibt es für Internet im Gartenhaus – und was braucht man dafür?

Viele Menschen stellen sich die Frage: Wie bekommt man Internet in den Garten? Es gibt dafür inzwischen viele Möglichkeiten, aber grundsätzlich gilt Folgendes: Damit man auch im Gartenhaus einen Internetzugang hat, ist natürlich erst einmal das richtige Equipment dafür sehr wichtig. Auch die Entfernung zum Gartenhaus und das zur Verfügung stehende Budget sowie der Aufwand müssen natürlich berücksichtigt werden.

Allgemein ist Internet im Gartenhaus mit einem Radius von etwa 100 Metern um den Router herum möglich ist. Natürlich kann das Signal auch noch weiter reichen, allerdings nehmen die Schwankungen mit jedem Meter zu.

Wir stellen Ihnen zwei Varianten vor, wie Sie im Gartenhaus einen Internetanschluss einrichten können:

Variante 1 für WLAN im Gartenhaus: PowerLand oder auch dLan

Eine preiswerte Lösung, die mit einem nicht allzu großen Aufwand verbunden ist, um Internet ins Gartenhaus zu bekommen, ist dLAN bzw. PowerLAN. Für dessen Einrichtung sind nur einige Adapter erforderlich, die für die Internetverbindung erforderlichen Signale umwandeln und möglich machen, sie über das Stromnetz zu verteilen. In diesem Fall ist allerdings eine Steckdose erforderlich. Zudem muss das Gartenhaus an den selben Stromkreis angeschlossen sein wie das Hausnetzwerk, denn ansonsten kann das Signal mittels Adapter nicht im Gartenhaus umgewandelt werden. Die Internetverbindung kann bis zu einer Entfernung von 300 Metern übertragen werden, jedoch ist ab einer Entfernung von 100 Metern mit Schwankungen zu rechnen.

Beim PowerLAN handelt es sich um eine preiswerte Variante, mit der man auch in seinem Garten sowie im Gartenhaus im Internet surfen kann. Passende Adapter sind schon ab 35 Euro erhältlich, zusätzliche Ethernetkabel gibt es für etwa 3 Euro.

Die Installation gestaltet sich relativ leicht: Man verbindet den Adapter mit der Steckdose und schließt das Ethernet-Kabel an. Nun gibt es zwischen Router und Adapter eine Kabelverbindung. Im Gartenhaus wird dann der zweite Adapter mit der Steckdose verbunden, welcher das Signal aus der Energiezufuhr encodiert.

Variante 2 für WLAN im Gartenhaus: LAN-Kabel

LAN-Kabel kamen früher häufig zum Einsatz, als WLAN-Router noch nicht sonderlich verbreitet haben. Doch auch heute noch ist seine Verwendung hin und wieder sinnvoll, denn es kann dort für eine stabile Netzwerkverbindung sorgen, wo das Signal des WLAN-Routers nicht mehr hingelangen würde. Das gilt natürlich besonders für den Garten und für Internet ohne Strom im Gartenhaus. Hierbei verlegt man das Kabel so, dass man es mit dem Modem verbinden kann und es bis ins Gartenhaus reicht. Dort wird dann ein Router eingesetzt, um das Signal in ein WLAN-Signal zu konversieren – jetzt lässt es sich ganz bequem kabellos mit Tablet, Smartphone oder Laptop im Web surfen.

Verglichen mit Power-LAN ist diese Verbindung deutlich stabiler. Die Anschaffung von POWERLan-Adaptern ist zwar nicht sonderlich teuer, jedoch kostet ein LAN-Erdkabel deutlich mehr. Die Kosten betragen pro Meter zwischen 1 und 2 Euro, denn hierbei handelt es sich um ein spezielles, isoliertes Erdkabel.

Wie Verlegung von einem LAN-Kabel erfordert zudem mehr Aufwand als das Einstecken von Adaptern. Hierbei ist wichtig, dass das Kabel in einer sicheren Tiefe in der Erde verlegt wird und bis ins Gartenhaus reicht. Umgrabungsarbeiten sind also zwingend erforderlich. Die beste Lösung ist, das LAN-Kabel direkt mit zu verlegen, wenn ein Gartenhaus mit Strom versorgt wird – so muss das Erdreich nicht noch ein zweites Mal ausgehoben werden.

Übrigens: Das Erzeugen von Strom über Solarpaneele auf dem Dach ist zwar umweltfreundlich, damit kann allerdings keine Internetverbindung hergestellt werden. Denn es ist eine wichtige Voraussetzung, dass das Gartenhaus mit dem gleichen Stromkreislauf verbunden ist wie das Wohnhaus.

Weitere Alternativen: Welche Möglichkeiten gibt es für Internet im Gartenhaus noch?

Die Frage „Wie bekommt man Internet ins Gartenhaus?“ lässt sich auch anders beantworten: Durch die Nutzung eines Surfsticks oder der Verwendung des Smartphones als Hotspot kann man ebenfalls eine mitunter stabile Netzwerkverbindung herstellen – je nach Empfang. Darüber hinaus muss auch der Kostenfaktor bzw. das eigene zur Verfügung stehende Highspeed-Datenvolumen mit berücksichtigt werden. Wird dieses nämlich schon nach kurzer Zeit gedrosselt und man surft nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit, bringt der Hotspot zumindest für Streaming nicht mehr viel.

Viele Kleingartenvereine bieten bereits einen HOTSPOT an, darüber können Sie Internet empfangen!

Internet ohne Strom im Gartenhaus: Kann man auch im Schrebergarten WLAN installieren?

Mittlerweile gibt es einige Kleingartenkolonien, in denen die Schrebergärten mit einem Hotspot ausgestattet sind – ganz ähnlich wie in Hotels. Man kann sich dann über eine bestimmte Webseite mittels eines Passworts in das Netz des Schrebergartens einwählen. Diese Lösung ist bislang jedoch noch nicht allzu weit verbreitet und daher eher die Ausnahme. Wer dennoch nicht auf Internet in seinem Schrebergarten verzichten möchte, kann sich auch auf Alternativen wie einem Router in der SIM-Karte bzw. dem Hotspot des Smartphones verlassen. Allerdings muss hier natürlich wieder die örtliche Netzabdeckung des Providers berücksichtigt werden. Am besten hält man auch Rücksprache mit anderen Mitgliedern des Kleingartenvereins. Unter Umständen lässt sich gemeinsam mit weiteren Kleingartenbesitzern eine Lösung finden, wie die Anlage sich mit Internet versorgen lässt.

Fazit: WLAN im Gartenhaus muss kein Wunschdenken bleiben

In der heutigen Zeit, in der vieles nur noch auf digitalem Wege abläuft und man immer und überall mit dem Internet verbunden ist, versteht es sich fast von selbst, dass man auch im Gartenhaus nicht auf das World Wide Web verzichten möchte. Deshalb lohnt es sich, sich nach entsprechenden Lösungen umzusehen, wie zum Beispielsweise PowerLAN oder einer LAN-Verbindung vom Wohnhaus zum Gartenhaus. Ob und inwiefern eine stabile Internetverbindung im eigenen Gartenhaus allerdings wirklich nötig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Denn schließlich geht damit häufig ein größerer Aufwand einher. Wer eine stabile Netzanbieterverbindung auf seinem Smartphone hat, benötigt oft keinen Router oder eine andere Verbindung ins Haus – dann genügt es schon, das Smartphone zu verwenden, um im Netz zu surfen. Möchte man allerdings dauerhaft ohne Schwankungen Sport-Events oder andere Livestreams im Gartenhaus verfolgen, lohnt es sich, eine eigene Internetverbindung einzurichten – dann steht dem Spaß auch nichts mehr im Wege!