Saunaaufgüsse selbst herstellen

Saunaaufguss selbst gemacht – ein unglaubliches Erlebnis

Die Idee, sich in der Hitze seinen Körper und Geist zu reinigen, ist so alt wie das Feuer. Ein Saunabesuch hat viele medizinische Eigenschaften. Der Wechsel von Hitze und Kälte senkt den Blutdruck und lässt die Herzfrequenz steigen. Darüber hinaus verliert der Körper während eines Saunabesuchs bis zu einem Liter Schweiß. Das ist notwendig für den Körper, um seine Grundtemperatur aufrechtzuerhalten.

2-3 Aufgüsse pro Saunagang sind zu empfehlen. Achten Sie dabei, dass Sie das Wasser schön gleichmäßig und langsam über die Saunasteine gießen.

Wie stellt man einen Saunaaufguss her?

Zentraler Bestandteil des Saunaganges ist der Saunaaufguss. Der Saunaaufguss ist eine Therapieform, die mithilfe von Hitze und ätherischen Ölen Körper und Geist beeinflusst. Oft führt ein ausgebildeter Saunameister die Prozedur durch. Doch wie stellt man einen Saunaaufguss her?

Wirkung für Körper und Geist

Ein Saunaaufguss wirkt entspannend, reduziert Stress und reinigt den Körper. Wer einen Aufguss für Sauna selber zusammen mixen möchte, beachte die Grundregeln. Lassen Sie weder zu viel noch zu wenig Hitze beim Aufguss entstehen. Dosieren Sie die passenden Öle genau. Verteilen Sie einer speziellen Technik die heiße Luft mit dem Handtuch. Ein guter Aufguss dauert zehn Minuten und besteht aus drei Runden. Dabei steigt die Hitze gegen Ende allmählich an. Warmes, sauberes Wasser, Eis und natürliche ätherische Öle sind zentrale Bestandteile des Saunaaufgusses. Einen Saunaaufguss selber machen ist eine Erfahrung, die den ganzen Körper stimuliert.

Saunaaufgüsse haben eine besondere Wirkung auf Ihren Körper und Geist. Atmen Sie beim saunieren tief durch und wieder aus. Entspannen Sie ca. 10 bis max. 15 min. in der Sauna bei einer Temperatur um die 90°C.

Auf was muss man bei der Aufguss Herstellung achten?

Die Sauna muss mit einem Ofen mit Saunasteinen ausgerüstet sein. Sie benötigen warmes, sauberes Wasser, einen Aufgusskübel, eine Aufgusskelle sowie ein Aufgusskonzentrat mit ätherischen Ölen und ein Handtuch. Wenn Sie eine traditionelle Form des Saunaaufgusses herstellen, verwenden Sie einen hölzernen Aufgusskübel. Wie viel Wasser Sie benötigen, hängt von der Größe der Kabine ab. Als Richtmaß gelten zwanzig bis dreißig Milliliter Wasser pro Kubikmeter Rauminhalt. Wollen Sie einen Saunaaufguss für eine Heimsauna herstellen, benötigen Sie erfahrungsgemäß etwa zwei Liter Wasser. Wenn Sie den Saunaaufguss selber machen, geben Sie in das Wasser etwas Aufgusskonzentrat. Dieses besteht aus ätherischen Ölen, die aus aromatischen Pflanzen gewonnen wurden.

Echten Tanne oder Kräuter können für den Saunagang verwendet werden. Einfach aus dem heimischen Garten die Lieblingssorten ernten und für den Saunagang verwenden – mehr Frische geht nicht!

Welche ätherischen Öle sollten Sie verwenden?

Seit Jahrhunderten kommen ätherische Öle wegen ihrer Eigenschaften als Reinigung, Beruhigung, Kühlung und zur Stärkung des Immunsystems zum Einsatz. Ätherische Öle sind konzentrierte, aromatische Pflanzenextrakte, die sich durch Pressen oder Destillieren von Blüten, Rinde, Blättern, Früchten und Wurzeln gewinnen lassen. Man extrahiert durchschnittlich ein bis zwei Prozent der Pflanze. Jedes ätherische Öl enthält bioaktive Komponenten, von denen jede eine Wirkung auf Körper und Geist hat. Ätherische Öle können das geistige Wohlbefinden und die Stimmung verbessern.

Wenn Sie einen Saunaaufguss herstellen, ist es wichtig, reine ätherische Öle von einwandfreier Qualität zu verwenden. Viele Öle werden verdünnt oder aus chemisch hergestellten Substanzen hergestellt. Das Einatmen solcher Öle gilt als gesundheitsschädlich. Achten Sie darauf, dass die Öle biologisch hergestellt sind und reines ätherisches Öl enthalten. Fertige Duftmischungen sind nicht für Saunen geeignet. Geben Sie ätherische Öle nicht direkt und unverdünnt auf die Saunasteine. Träufeln Sie vier bis acht Tropfen Öl auf einen Liter Wasser.

Aufguss für die Sauna selber zusammen mixen

Es ist aufregend, eigene Ölmischungen herzustellen und Öle mit unterschiedlichen Eigenschaften und Duftnoten zu mischen. Es gibt verschiedene Duftnoten für ätherische Öle. Manche sind leicht und flüchtig, andere schwer. Diese Düfte verbleiben länger in der Sauna. Ätherische Zitronenöle eignen sich, um zusätzliche Düfte hervorzuheben, vor allem von Nadelbaumölen.

Testen Sie vorab die eigene Mischung. Tragen Sie einige Tropfen auf ein kleines Stück Pappe oder einen Kaffeefilter auf. Fächern Sie dieses Stück vor der Nase auf und probieren Sie, ob der Duft der Mischung harmoniert. Für die eigene Herstellung von Ölmischungen sollte man jedoch Erfahrung mitbringen. Daher empfiehlt sich für Einsteiger: Wenn sie einen Aufguss für Sauna selber zusammen mixen, kaufen Sie ätherische Öle im Fachhandel.

Auf was muss man bei der Aufguss Herstellung achten? Um die Dauer des Duftes in der Sauna zu verlängern, können Sie Eisbälle herstellen. Träufeln Sie Tropfen des ätherischen Öls darauf, anstatt das Öl mit Wasser zu mischen. Legen Sie die komprimierten Eisbälle auf die Saunasteine. Diese geben anschließend nach und nach die aromatischen Dämpfe ab.

Schließen Sie die Augen und ruhen Sie sich beim saunieren aus. Achten Sie dabei nachdem Saunagang ausreichend Wasser zu sich zu nehmen.

Welche ätherischen Öle empfehlen sich, wenn Sie einen Saunaaufguss herstellen?

Eukalyptus ist bei weitem eines der beliebtesten ätherischen Öle. Das Öl hat einen frischen Duft und viele therapeutische Eigenschaften. Eukalyptusöl verwendet man in der Aromatherapie, um die Atemwege zu reinigen und öffnen. Es wirkt entspannend auf Körper und Geist.

Ebenfalls beliebt ist Pfefferminze, ein starkes ätherisches Öl. Pfefferminze lindert Kopfschmerzen und Erkältungssymptome. Das Öl besitzt einen warmen und süßen Duft. Dieser vermittelt ein Gefühl von Frische und besitzt eine stimulierende Wirkung.

Ätherische Öle von Zitrusfrüchten glänzen mit einem erfrischenden und sommerlichen Duft. In der Aromatherapie verwendet man ätherisches Zitronenöl zur Stimulation des Immunsystems. Außerdem hat es eine reinigende Wirkung auf Körper und Seele.

Das ätherische Lavendelöl hat einen frischen, blumigen und bekannten Duft, da Lavendel in vielen kosmetischen Produkten vorkommt. Wenn Sie das Öl in der Sauna verwenden, genießen Sie nicht nur den Duft. Lavendelöl hat auch therapeutische Eigenschaften und ist bekannt für seine beruhigende und entspannende Wirkung.

Andere beliebte Öle für die Sauna sind Sandelholz, Zypresse, Geranie, Rosmarin, Bergamotte und Grapefruit.

Die Aufgussprozedur

Wenn die Sauna sich auf eine ausreichende Temperatur erhitzt hat, öffnen Sie vor dem Saunaaufguss die Saunatür. Lassen Sie für einige Minuten frische Luft herein. Anschließend schließen Sie die Tür und warten, bis die Hitze wieder ansteigt. Mit einer Aufgusskelle aus Holz verteilen Sie langsam das Wasser auf die erhitzten Steine. Gehen Sie zu schnell dabei vor, besteht die Gefahr, sich mit heißem Wasserdampf zu verbrühen. Fangen Sie bei den hinteren Steinen an und arbeiten sich langsam nach vorne. Auch so können Sie vermeiden, dass der Wasserdampf Ihre Hand verletzt.

Nachdem Sie das erste Drittel Wasser verteilt haben, legen Sie eine Pause ein. Verteilen Sie den Wasserdampf mit einem Handtuch. Alternativ können Sie auch einen Fächer verwenden. Dadurch gelangt der Duft der ätherischen Öle und der Wasserdampf durch den Raum. Der Aufguss wirkt dadurch noch stärker. Benutzen Sie während der Saunaaufgüsse Eiswürfel, diese erfrischen und kühlen. Da Saunaaufgüsse immer beliebter werden und als wunderbares Wellness-Erlebnis gelten, lassen sich in den Pausen zusätzliche sinnliche Erlebnisse einbinden. Ein Saunaaufguss lässt sich mit Körperpeelings aus Honig, Salz oder Ölen kombinieren. Die durch die Sauna erwärmte Haut öffnet die Hautporen, um auf natürliche Weise zu schwitzen und zu reinigen.

Wiederholen Sie den Aufguss des Wassers zweimal und legen weitere Pausen ein. Diese sollten jeweils etwas kürzer sein als die vorangegangenen. Nachdem der Saunaaufguss abgeschlossen ist, verweilen Sie noch einen Moment in der Sauna. Anschließend gehen Sie nach draußen. Dort duschen Sie sich mit Wasser ab.

Positive Effekte

Wenn die Hitze und Feuchtigkeit zunehmen, beginnen Sie zu schwitzen. Abfallprodukte werden aus dem Körper ausgeschieden, Muskelverspannungen gelockert. Das Immunsystem wird gestärkt und hilft auf diese Weise, Erkältungen und andere kleine Viren fernzuhalten.