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Tipps & Tricks zum Gemüseanbau im Garten

Gemüseanbau im eigenen Garten, wir zeigen Ihnen wie es geht

In den letzten Jahren ist das Anbauen von eigenem Gemüse im Garten ganz klar zu einem echten Trend geworden: Vielen Menschen bereitet es große Freude, sich in ihrer Freizeit im Grünen aufzuhalten und nach Herzenslust zu gärtnern. Es ist natürlich keine Frage, dass der eigene Bioanbau im Garten sehr gesund ist – schließlich erhält man Gemüse, bei dem man genau weiß, wo es herkommt und bei dem man sicher sein kann, dass es keinerlei Schadstoffe enthält.
Möchte man Gemüse im eigenen Garten kultivieren, so gibt es grundsätzlich drei Varianten: Entweder werden Tomaten und Co. in Freilandbeeten angelegt oder auch in einem Gewächshaus oder Hochbeet ausgesät.

Der Gemüseanbau im Gewächshaus – darauf sollte geachtet werden

Für den Anbau in einem Gewächshaus entscheiden sich viele Menschen alleine schon aus klimatischen Bedingungen, denn unsere Breiten sind bekanntlich manchmal sehr wechselhaft. Der große Vorteil, den ein Gartenhaus bietet ist, dass man das Gemüse vor Wind und Wetter optimal schützt und es somit in Ruhe gedeihen kann. Und dies führt wiederum dazu, dass die Abernte durch die höhere Temperatur bzw. den Treibhauseffekt bereits im Frühling bzw. Sommer stattfinden kann.
Gewächshäuser sind vor allem dann für den Anbau von Gemüse zu empfehlen, wenn man viele wasserhaltige Sorten anbauen will – dazu zählen unter anderem Tomaten und Gurken. Sicherlich gibt es auch Gurken, welche im Freien gedeihen können, jedoch wächst eine normale Salatgurke am besten bei einer konstanten Temperatur und einer kontrollierten Bewässerung. Genauso ist es auch bei anderen Sorten wie Tomaten oder Zucchini. Erhalten sie zu viel Wasser, so bleibt das Aroma aus und die Früchte schmecken sehr wässerig – was wiederum einen idealen Nährboden für Schimmelpilze und andere Schädlinge darstellt.

Eine Gemüsesorte, die beispielsweise eine solch konstante Temperatur benötig, ist unter anderem die Aubergine. Um eine möglichst reichhaltige Ernte zu erhalten, sät man sie am besten bereits im Januar aus – am besten funktioniert dies, wenn das Gewächshaus beheizbar ist. Bei einer durchgängigen Temperatur von etwa 25 Grad Celsius lassen sich die ersten reifen Früchte bereits nach vier Wochen abernten.

Der Anbau von Gemüse im Freien – die besten Tipps zum Thema

Wer Gemüse wie Zwiebeln, Möhren oder auch Kohl in seinem Garten anbauen möchte, der legt dafür am besten abgesteckte Beete an. Auch Kräuter, Sellerie oder Bohnen können dort gut wachsen. Dabei gibt es eigentlich nicht sehr viel zu beachten: Wichtig sind lediglich ein frostfreier Boden und die individuellen Bedürfnisse einer jeden Gemüsesorte.
Möchte man in diesem Fall ganz sicher gehen, der legt für die Aussaat zunächst ein Frühbeet an. Ganz ähnlich wie auch bei einem Gewächshaus sind die Samen gut geschützt und werden keinen zu kalten Temperaturen ausgesetzt. Frühbeete lassen sich ohne große Probleme selbst errichten: Sie setzen sich aus einem schützenden Kasten zusammen, der mit Folie überzogen und einfach auf die Pflanzen gestülpt wird. Dieser Kasten kann bei Bedarf schnell wieder entfernt werden. Sobald die Pflanzen groß und robust sind, werden sie aus dem Frühbeet direkt in den Garten umgesetzt. Dabei werden ausschließlich dir größten und kräftigsten Pflanzen weiter verwendet, da bei diesen die Wahrscheinlichkeit einer guten Ernte am höchsten ist.

Der Gemüseanbau in einem Hochbeet

Wenn man einen hohen Ertrag der Hochbeete erreichen möchte muss man auf einiges Achten. Die untere Bodenschicht ist sehr wichtig für eine erfolgreiche Ernte. Die aus Gartenabfällen wie Ästen und Laub bestehen. Die Zersetzungsprozesse im frisch befüllten Hochbeet erzeugen zum einen Wärme und erhöhen die Bodentemperatur um bis zu fünf bis acht Grad Celsius. Das Gemüse wächst schneller und die Anbau-Saison dauert länger. Zum anderen werden viele Nährstoffe frei, auf zusätzlichen Dünger können Sie daher in der Regel verzichten.
Das richtige Missverhältnis ist das A und O. Befüllen Sie das fertige Beet schichtweise, wobei jede Schicht etwa 25 bis 30 Zentimeter stark sein sollte. Das Material wird von unten nach oben immer feiner. Die Basis besteht aus groben Ästen und Zweigen. Sie sorgen dafür, dass die Grünabfälle von unten gut durchlüftet werden und sich gleichmäßig zersetzen können. Damit das darauf aufgeschichtete Material nicht durchrieselt, decken Sie den Strauchschnitt am besten mit umgedrehten Grassoden ab. Die nächste Schicht besteht aus halb zersetzten, feineren Pflanzenresten wie gehäckseltem Strauchschnitt, Herbstlaub und zerkleinerten Staudenresten. Tragen Sie zum Abschluss eine Schicht reifen Kompost oder Humuserde auf und füllen Sie damit das Beet bis zum Rand auf.

Weitere Hinweise für einen erfolgreichen Anbau im Garten

Damit der Anbau im Garten noch erfolgreicher und üppiger ausfällt, sollte man einige Tipps beachten.
– Als klarer Feind gelten zum Beispiel die Schnecken in einem jeden Garten. Hier sind Holzbretter eine gute Idee: Legt man diese nachts auf die einzelnen Wege zwischen den Beeten, so sammeln sich die Schnecken dort und man kann sie am nächsten Tag einfach entfernen. Der Einsatz von Schädlingsspray sollte wirklich nur im Notfall erfolgen.
– Wer einen Komposthaufen in einem Garten besitzt, kann diesen mit einem einfachen Trick viel attraktiver gestalten: Kürbisse und Zucchini gedeihen optimal in dieser Masse.
– Möchte man bei der Arbeit im Garten seinen Rücken schonen, dann ist ein Hochbeet eine sehr gute Wahl. Meist ist der Ertrag bei einem solchen Beet deutlich höher, da der Boden viel wärmer ist und auch Schädlinge nur schwer dorthin gelangen.
– Sät man im Garten Möhren aus, so sollte man sich auf eine relativ lange Keimdauer einstellen.
Ein guter Tipp: Hier steckt man einfach Zwiebeln in die einzelnen Reihen, damit man die Möhren gut sehen kann – und man erhält gleich nebenbei noch eine weitere schmackhafte Gemüsesorte.

Wir wünschen viel Erfolg und Spaß beim Gemüseanbau!

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