Schimmel im Gartenhaus vermeiden

Schimmel im Gartenhaus vermeiden

Dauerhaft Schimmel im Gartenhaus entfernen und vermeiden

Schimmel im Gartenhaus – ein unschöner Begleiter, der sich leider in „fast“ jedem Holzgartenhaus breit macht. Und ohne Frage – den will dort keiner haben. Er ist hässlich, riecht komisch, greift die Substanz des Gartenhauses an und vor allem stellt er eine Gefahr für uns Menschen und unseren lieben Haustiere dar.

Lesen Sie unsere Tipps, wie Sie dauerhaft Schimmel im Gartenhaus vermeiden und entfernen, gründlich durch. Denn dann wird auch Ihr Gartenhaus in Zukunft schimmelfrei sein und bleiben.

Schimmel im Gartenhaus
Wenn erstmal der Schimmel im Gartenhaus ist, gilt es schnell zu handeln. Wir zeigen Ihnen in unserem Beitrag, auf was Sie achten müssen.

Inhalt


Schimmel – Was ist das?

Zunächst haben wir uns die Frage gestellt, wie sich eigentlich der unbeliebte Untermieter „Schimmel“ bildet und wie Sie Schimmel im Gartenhaus am besten wieder los werden können. Wenn wir Ihnen nun sagen, dass sich fast 130.000 unterschiedliche Schimmelpilzarten fast nahezu überall in unserer Luft befinden, dann schütteln Sie sicher ungläubig den Kopf. Aber das ist kein Scherz! Schimmel bildet sich sowohl innen als auch außen und er ist unser täglicher Begleiter.

Wir reden natürlich nicht von dem (Edel-)Schimmel auf Käse und Wurst. Dieser ist natürlich genießbar und veredelt die Produkte mehr als alles andere. Der Schimmel von dem wir reden, ist derjenige, der im Gartenhaus z.B. auf Bausubstanzen wie Holz und auf uns selbst schädlich bis zerstörend wirkt. Dabei sollten Sie eins nie vergessen: Sowohl von lebendem als auch von totem Schimmel geht Gefahr aus – also Finger weg!

Schimmel

Die Schimmelbildung

Häufig bildet sich farbige Schimmel auf verdorbenen Lebensmitteln, aber auch auf feuchten Wänden oder Holz. Diese Untergründe sind eine wichtige Voraussetzung für die Schimmel-Entwicklung. Denn Feuchtigkeit braucht der Schimmelpilz als Lebenselixier.

Ohne Feuchtigkeit gibt es auch keinen Schimmel im Gartenhaus. Wenn Räume z.B. gut beheizt und ebenso gut belüftet sind – quasi in ausgeglichener Form der Jahreszeit entsprechend – kann eine Schimmelbildung verhindert werden. Achten Sie also nach Möglichkeit stets auf diese Gegebenheiten. Gerade in gut isolierten Wohnhäusern wird oft zu wenig gelüftet oder geheizt. Hinter der Dämmung kann sich dann Feuchtigkeit bilden, die Sie mit dem richtigen Verhalten hätte verhindert werden können.

Schimmel

Doch wie kommt der Schimmel in mein Gartenhaus?

Wir haben ja bereits gelernt, dass sich der Schimmel fast überall in der Luft befindet – fast 130.000 unterschiedliche Lebensarten an Schimmelsorten. Doch ob sich der Schimmel genau in Ihrem Gartenhaus niederlässt oder nicht, hängt ganz von den Bedingungen im Haus ab. Denn der unbeliebte „Untermieter“ setzt sich da ab, wo es für ihn am schönsten ist, also wo die besten Lebensbedingungen für ihn herrschen. Nämlich die berühmte Feuchtigkeit.

Schimmel im Gartenhaus Fensterrahmen
Wenn der Schimmel einmal sitzt, lässt er sich auch nicht mehr so schnell beseitigen. Wir zeigen, wie Sie den Schimmel dennoch in den Griff bekommen.

Doch auch ohne Futter kann sich der Schimmel nicht ausbreiten. Und davon gibt es in einem Holzgartenhaus jede Menge, wie z.B. Tapeten, Kartonagen oder anderes verwertbares Material wie Bodenbeläge. Aber auch Staub und Schmutzrest saugt der Schimmelpilz quasi buchstäblich auf. Kommt dazu noch Nässe und Feuchtigkeit, dann ist das große „Schimmel-Dinner“ eröffnet – guten Appetit.

Schimmel kann schnell wachsen, wenn Sie ihn nicht beseitigen oder frühzeitig entdecken. Und wenn der Schimmel erstmal anfängt, dann ist er kaum aufzuhalten und wandert schnell an den Wänden Ihres Gartenhauses hoch. Allerspätestens dann wird es aller höchste Zeit zu einem Schimmel-Putzmittel zu greifen und der Schimmelgefahr vorzubeugen, bevor dieser unangenehme Kollege noch mehr Schaden anrichtet.


Unsere Tipps zur Vorbeugung gegen Schimmel im Gartenhaus

Gute Lebensbedingungen für Schimmel im Gartenhaus vermeiden

Das Klima ist das Erste, worum Sie sich kümmern müssen, um der Schimmelgefahr in Ihrem Gartenhaus vorzubeugen. Denn wenn die Verhältnisse zwischen Temperatur, Feuchtigkeit und Luftbewegung nicht stimmen, breitet sich der Schimmelpilz rasch aus. Eine zu hohe Feuchtigkeit und die passende Umgebungstemperatur sind der ideale Nährboden für Schimmel im Gartenhaus.

Das Wachstum setzt etwa bei 70% Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur zwischen 0 und 60 Grad ein. Wobei anzumerken ist, dass je nach Schimmelart auch die Wachstumstemperatur unterschiedlich ist. Die meisten Schimmelarten lieben es warm und kuschelig und brauchen Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad. Wenn Sie diese jetzt noch einatmen dann findet der Schimmel die idealen Wachstumsbedingungen in Ihrem Körper. Doch der Schimmel, um den es heute geht, bildet sich am liebten auf hölzernen Gegenständen. Dieser Schimmel ist deswegen oft nicht auf Anhieb erkennbar und eher der „versteckte“ Schimmel.

Schon bei der Grundsubstanz anfangen & regelmäßig pflegen

Doch wie beuge ich dem Schimmelbefall im Gartenhaus vor? Wenn Sie noch kein Gartenhaus aus Holz besitzen, überlegen Sie, ob evtl. ein anderes Material in Frage kommt, wie beispielsweise Metall oder Kunststoff. Doch wenn es unbedingt ein Holzhaus werden soll, ist das natürlich auch kein Hindernis. Hier sollten Sie viel Fleiß und Mühe in das Fundament legen. Denn ein guter erhöhter Untergrund kann gegen Feuchtigkeit und damit Schimmel vorbeugen. Ebenso sollten Sie den Baugrund genauestens prüfen, auf dem das Gartenhaus letztendlich stehen soll. Schauen Sie sich um: Ist Grundwasser in der Nähe oder andere Gewässer, die das Fundament bzw. das Gartenhaus schädigen können?

Die größte Gefahrenzeit für Schimmelbefall ist in der sogenannten. „Regenzeit“. Denn dann kann Nässe und Feuchtigkeit in alle Ritzen und Spalten eindringen und somit das Gartenhaus in der Substanz schädigen. Fenster und Türen sind hier ideale Schwachstellen und der erste Anlaufpunkt, an dem Nässe eindringen kann. Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen Ihr Gartenhaus auf derartige Schäden und schließen Sie unter Umständen die Risse mit Holzsilikon.

Schimmelschäden sollten am besten von einem Fachmann geprüft werden

Bei größeren Schäden durch Schimmel im Gartenhaus sollten Sie unbedingt einen Profi rufen. Denn nur ein Fachmann kann das Ausmaß und die Art des Schimmelbefalles genau beurteilen und passende Lösungsansätze liefert. Viele weitere Informationen finden Sie auch hierzu auf der Seite vom Umweltbundesamt.


Was kann gegen Schimmel im Gartenhaus getan werden?

Wenn Sie nun alle Maßnahmen zur Vorbeugung von Schimmel im Gartenhaus vergebens angewendet haben, müssen Sie nun zu anderen Maßnahmen greifen. Es reicht aber nicht aus, den Schimmel lediglich loszuwerden. Eine Ursachen-Bekämpfung sollte ebenso stattfinden, um dauerhaft keinen Schimmel im Gartenhaus zu haben. Nehmen Sie sich einen Fachmann zu Hilfe, falls Sie hier nicht weiter kommen.

Sollten Sie aber immer noch nicht aufgeben und den Fachmann doch noch nicht kontaktieren wollen, weil der Befall eher klein ist, gibt es einige Möglichkeiten Schimmel im Gartenhaus „auf eigene Faust“ zu bekämpfen.

Die naheliegendste ist meist der Griff zu gängigen Anti-Schimmel-Reinigern, die Sie teilweise in jedem Supermarkt bekommen. Dabei handelt es sich allerdings meist um stark Chemie-lastige Produkte, von deren Verwendung von vielen Holzproduzenten abgeraten wird. Zudem ist deren Wirksamkeit nie 100%ig sicher – das kann nur ein echter Experte versprechen.

Putzmittel gegen Schimmel

Stattdessen gibt es auch einige Hausmittel-Alternativen, die zudem weitestgehend kostengünstiger sind. Das ultimative Geheimrezept gibt es leider nicht, denn Schimmelarten sind vielfältig. Bedenken Sie bei der Anwendung, dass sich Schimmel nur entfernen lässt, wenn der Untergrund völlig trocken ist. Das lässt sich mit Hilfe eines Löschblattes gut prüfen.

Alternative Nr. 1: Essig-Essenz

Essig ist im Gegensatz zu vielen chemischen Mitteln ungiftig und findet sich eigentlich in jedem Haushalt. Tragen Sie die Essigessenz mithilfe eines Stofftuchs oder Schwamms auf die befallene Stelle auf und lassen Sie in mindestens 30 Min. einwirken.

Achtung: Bei der Arbeit mit Essig-Essenz besteht Gefahr vor Verätzungen. Schützen Sie Ihre Haut und Augen.

Alternative Nr. 2: Alkohol

Nein, sie sollen sich die Situation nicht schöner trinken. Sollten Sie aber Flächen haben, die Sie nicht mit Essig reinigen können, bietet sich hier reiner Alkohol an. Er sollte dabei mindestens 70%ig sein. Zwar besteht dabei keine Gefahr vor Verätzungen, aber Sie sollten die Brandgefahr nicht unterschätzen. Kein Rauchen, keine Kerzen, kein offenes Feuer!

Tipp: Weil sich Alkohol relativ schnell verflüchtigt, müssen Sie den Vorgang mehrfach wiederholen.

Alternative Nr. 3: Wasserstoffperoxid

Auch mit einer mindestens 5%igen Lösung aus Wasserstoffperoxid können Sie den Kampf gegen Schimmel im Gartenhaus aufnehmen.

Hinweis zur Schimmelbekämpfung

Vergessen Sie bitte niemals, bei der Entfernung von Schimmel einen Mundschutz und Schutzkleidung zu tragen. Nur so ist gewährleistet, dass auch Sie geschützt sind.


Fazit: 9 Tipps gegen Schimmel im Gartenhaus

Tipp Nr. 1: Prüfen Sie im Herbst Ihr Gartenhaus auf undichte Stellen und bessern Sie diese fachmännisch aus.

Tipp Nr. 2: Prüfen Sie Ihr Dach regelmäßig auf Dichtigkeit und reparieren es oder tauschen es ggf. aus.

Tipp Nr. 3: Schützen Sie Ihr Holzgartenhaus mit einer Holzschutzlasur (Imprägnierung), sodass das Holz vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Tipp Nr. 4: Reinigen Sie die Regenrinne ordentlich und prüfen Sie den Ablauf.

Tipp Nr. 5: Grünpflanzen um das Gartenhaus herum aufstellen, die Feuchtigkeit aufnehmen. Aber vorsichtig! Auch nicht zu viele, denn dann bildet sich zu viel Feuchtigkeit. Die Pflanzen sollen für ein gutes Raumklima sorgen.

Tipp Nr. 6: Regelmäßiges und ausreichendes Lüften im Gartenhaus sorgt für eine gute Zirkulation. Lüften Sie immer mindestens morgens und abends für jeweils 5-10 Minuten. Bei einer Spaltlüftung sollten es sogar bis zu 30 Minuten sein.

Tipp Nr. 7: Wenn regelmäßiges Lüften nicht möglich oder machbar ist, können Sie auch Lüftungskanäle schaffen, die für eine dauerhafte Luftzirkulation im Gartenhaus sorgen. Sichern Sie aber ihr Lüftungsloch vor Nagetieren usw. mit einem Gitter ab.

Tipp Nr. 8: Setzen Sie Luftentfeuchter ein. Diese können ohne Storm verwendet werden. Das Salz wird einfach in den Behälter gekippt und der Entfeuchter in das Gartenhaus reingestellt. Ein paar Tage später werden Sie sehen, dass sich das Gefäß mit Wasser gefüllt hat.

Tipp Nr. 9: Setzen Sie sogenannte Schimmelwächter ein. Diese schlagen Alarm, sobald der ungebetene Gast eintrifft.