Kaminholz lagern

Entscheiden Sie sich für den Kauf eines Kamins, ist es wichtig, dass Sie sich ausführlich über die Lagerung von Kaminholz informieren. Beginnen Sie rechtzeitig mit der Holzlagerung damit Sie für die Heizperiode in der kaltem Jahreszeit optimales und vor allem ausreichend getrocknetes Holz bereitgestellt haben. Die Holzart, wie auch der Trocknungsgrad des Brennholzes beeinflussen die Brenneigenschaft. Damit das Feuer in Ihrem Kamin kräftig lodert und eine angenehme Wärme verbreitet, benötigen Sie getrocknetes Kaminholz in der passenden Größe. Die richtige Lagerung von Brennholz ist sehr wichtig und mit den folgenden Tipps genießen Sie Ihr Kaminfeuer garantiert.

Kaminholz lagern – Warum ist das so wichtig?

Vor allem, wenn Sie Holz frisch kaufen oder das Holz selbst machen, ist es wichtig dieses Brennholz zu lagern, damit es gründlich trocknet. Eine zu hohe Feuchtigkeit im Holz bedeutet eine große Gefahr beim Heizen. Heizen Sie mit feuchtem Holz,benötigt der Kaminofen einen Großteil der Energie dafür, das Holz zu trocknen. Die Folge neben Ineffizienz und reduzierter Ofenleistung ist eine massive Bildung von schmierigem Ruß und Kondensat. Verstopfungen, sowie Glanzruß und Rußbrand sind möglich. Wie lange muss Kaminholz trocknen? 250 Tage sind ausreichend um Brennholz zu trocknen und um Schäden beim Heizen zu vermeiden.

Holz richtig draußen lagern

Beim Aufschichten von Brennholz im Freien ist es wichtig, dass Sie einige Regeln beachten. Des Weiteren spielt der Ort für die Lagerung eine wichtige Rolle und auch die klimatischen Bedingungen sind zu berücksichtigen. Allgemein gilt, Holz trocknet langsam und eine ausreichende Luftzirkulation, sowie Sonnenschein wirken sich positiv aus. Grosse ganze Baumstämme trocknen deutlich langsamer als bereits gespaltenes Holz. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, dass Sie die Stämme in kleinere Scheite spalten. Alle Holzstücke, die größer als fünf Zentimeter sind, sollten Sie spalten.

Brennholz lagern Ideen

Sie haben selbstverständlich auch die Möglichkeit dank der Holzmiete Ihr Brennholz dekorativ zu lagern. Runde Holzpyramiden auf großen Grundstücken sind ein wahrer Blickfang. Diese Holzmieten sind frei platziert und eine luftdurchlässige Abdeckung schützt das Kaminholz vor Feuchtigkeit. Soll man Kaminholz immer abdecken? Eine leichte und locker aufgelegte Plane ist empfehlenswert und lässt ausreichend Platz für die Zirkulation der Luft. Eine weitere Idee um Brennholz zu lagern ist eine bunte Wand aus unterschiedlichen Brennhölzern. Kreativ und mit ein wenig Geschick können Sie Muster oder Motive in die Wand integrieren.

Der optimale Lagerplatz für Ihr Brennholz

Der richtige Lagerplatz für Brennholz beinhaltet vier wichtige Punkte:

  • Sonnig
  • Trocken
  • Gute Belüftung
  • Vor Witterungseinflüssen geschützt

Oberste Priorität bei dem optimalen Lagerplatz für Kaminholz hat der Schutz vor Nässe. Holzstapel, die unter einem weit  herabreichenden Dach aufgebaut sind und sich im Idealfall auf der West- oder Südseite des Hauses befinden, sind eine gute Wahl.
Ebenfalls ein Unterstand in Form eines Wellblechdaches oder Kunststoffdaches für den Holzstapel ist eine gute Möglichkeit das Holz trocken zu halten. Stapeln Sie das Holz niemals direkt auf dem eventuellen nassen Erdboden, um Fäulnis und Schimmel zu vermeiden. Empfehlenswert ist eine Unterlage in Form einer Palette oder alternativ ein Gerüst aus Brettern.

Kaminholz als Hausfassade
Brennholz einfach mal als Hausfassade!

Kaminholz besser stapeln oder lieber schütten?

In der Regel trocknet aufgeschüttetes Holz deutlich rascher als gestapeltes. Dies liegt daran, dass die Luft zwischen den Holzscheiten mehr Platz zum Zirkulieren hat.
Selbstverständlich benötigt geschüttetes Holz viel mehr Platz als die gestapelte Variante. Daher ist es optimal, wenn Sie beides kombinieren. Haben Sie Brennholz frisch gemacht, darf dieses nur bis zu einem gewissen Trockenhärtegrad aufgeschüttet werden und anschließend erfolgt die Stapelung. Errichten Sie den Holzstapel an der Hauswand empfiehlt es sich eine Handbreit Abstand zur Wand zu halten, damit die Luft genügend zirkulieren kann. Stapeln Sie das Holz in mehreren Reihen voreinander ist ein Abstand ebenfalls sehr wichtig.

Hilfreiche Tipps um Brennholz richtig zu stapeln

  • Lagern Sie das Holz ausschließlich mit der Seite der Rinde nach unten, damit die
    Scheite nicht faulen.
  • Das schmale Ende des Stapels sollte Richtung Wetterseite beziehungsweise Westseite liegen, damit es den Witterungen nicht ausgesetzt ist.
  • Das Übereinanderstapeln erfolgt sehr einfach. Die unterste Reihe beinhaltet ein
    Holzscheit neben dem anderen, bis die komplette Breite Ihres Holzlagers ausgefüllt ist.
  • Die Scheite sollten Sie so platzieren, dass das Holz ein gute Belüftung hat und gut trocknet.
  • Versetzte Reihen verschaffen Stabilität, falls keine Stapelhilfe vorhanden ist.
  • Die zweite Reihe des Holzstapels wird quer gelegt, um eine stabile Konstruktion zu erhalten, die jedem Wetter standhält.
Kaminholz im Innenraum dekorativ aufgebaut
Brennholz kann auch im Innenraum dekorativ gestapelt werden damit es optisch ein Hingucker ist.

Die verschiedenen Brennhölzer: Sind Laub- oder Nadelhölzer besser?

Die relativ harten Harthölzer eigenen sich sehr gut, um ein schönes Kaminfeuer zu lodern. Alle Laubbäume wie beispielsweise Eiche, Buche, sowie Ahorn, Esche und auch weisen ausschließlich in der Verbrennung Unterschiede auf. Die lang nach glühende Eiche benötigt hohe Temperaturen und präsentiert sich mit einer kleinen Flamme und einem vermehrten Funkenflug. Birke verspricht nur eine geringe Brenndauer, punktet dafür mit einer blauen Flamme, wenn Sie ätherische Öle im Holz verwenden.
Die gut zu entzündende Buche brennt durch Ihre Glut sehr lange.
Die preiswerten Weichhölzer, wie beispielsweise Tanne, Fichte, sowie Kiefer und Douglasie sind ebenfalls beliebte Brennhölzer und eignen sich perfekt für offene Kaminöfen, da sie einen geringen Funkenflug verzeichnen. Für einen geschlossenen Kamin empfehlen sich Nadelhölzer, die einen sehr aromatischen Duft und das typische entspannende Knistern im Feuer erzeugen. Weiche Holzarten verbrennen rascher, produzieren mehr Asche und Sie müssen öfters Holz nachlegen.Ganz gleich, ob Sie sich für Nadel- oder Laubhölzer entschieden, beide Holzarten müssen in jedem Fall gut durchgetrocknet sein. Aus diesem Grund ist die richtige Lagerung des Kaminholzes sehr wichtig.

Kaminholz draußen im Wald

Fazit

Da die Kosten für Heizöl und -gas schätzen immer mehr ansteigen, entschieden sich zunehmend mehr Menschen für einen Kamin oder Ofen, um damit im Winter ihre Wohnräume warmzuhalten. Neben der Qualität des Brennholzes ist die richtige Lagerung und Trocknung des Kaminholzes sehr wichtig, damit das Holz beim Brennvorgang seine positiven Eigenschaften entwickeln kann. Fakt ist, trockenes Holz brennt garantiert am besten und daher sollten Sie nach Möglichkeit Ihr Brennholz bereits im Sommer einlagern, damit einer entspannten Heizperiode in der kalten Jahreszeit nichts im Wege steht.